Der niemals-endende Workshop – Wie kann Innovationskultur funktionieren?

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Wer innovativ sein möchte, der will etwas anders machen. Ansonsten bräuchten wir ja keine Innovation, sondern könnten weitermachen wie bisher.

Als Design Thinker muss ich mir und anderen die Erlaubnis geben, neu zu denken, Grenzen zu (über)strapazieren und auszuprobieren. Nur so kann der berüchtigte Blick über den Tellerrand funktionieren.

Im Workshop unterstützen wir dies mit unserem Setting (Ort, Leute, Prozess) und vielen kleinen, subtilen psychologischen Tricks (Methoden).

Aber das Leben ist kein Workshop und wir wollen Innovationskultur auch jenseits der Workshops in unserem Leben.

Damit kommen wir zurück zu den Ursprüngen des Design Thinkings, nämlich der Idee, Arbeits- und Denkweisen von Künstlern und Kreativen abzuschauen und auf die “normale” Arbeitswelt zu übertragen. Doch welche Kultur haben Künstlerinnen und Künstler eigentlich, an der wir uns orientieren könnten?

KüntlerInnen sind seit jeher Grenzgänger jenseits der Norm. Immer auf der Suche nach dem Besonderen, dem Anderen, dem Außergewöhnlichen. In diesen Spannungsfeldern blüht die Kreativität auf und wahrhaft Neues entsteht.

Wer Kreativität und Innovationskraft als Kultur möchte, der muss die Momente fördern in denen wir diese Grenzerfahrungen erleben dürfen, der muss die Freiräume schaffen, damit wir das Außergewöhnliche schätzen lernen und in unseren Alltag integrieren können.

Das fordert von einem Unternehmen weit mehr, als lediglich unterschiedliche Meinungen “auszuhalten” und Lippenbekenntnisse zur Diversität zu geben. Unterschiedlichkeit muss aktiv gefördert. Das Zurechtkommen damit gemeinsam gelernt werden, ohne in Fallen wie Konsens und fauler Kompromiss zu geraten.

Innovation lässt sich nicht verordnen, aber man kann alles aus dem Weg räumen, was sie behindert.

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